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Von den Este zu den Borgia
... Streckenverlauf (75 km) Von Ferrara fährt man in Richtung Westen auf das Land und folgt immer der Provinzstraße, bis man Vigarano Pieve erreicht oder man nimmt die südliche Variante über Vigarano Mainarda. Wieder auf der Provinzstraße biegt man rechts ab und kommt zu der nahe gelegenen “delizia” der Diamantina. Um Bondeno zu erreichen wird empfohlen, wieder die Provinzstraße zu nehmen, da die über das Land führende Straße des Canal Bianco ein wenig eng und holprig und für Wohnmobile und Wohnwagen nicht geeignet ist, auch wenn die Kanäle der Urbarmachung mit ihren Reihern landschaftlich sehr anziehend sind. Nachdem man auf der rechten Seite die große Entwässerungsanlage von Malcantone hinter sich gelassen hat, erreicht man kurz danach Stellata am Po. Man kehrt zwischen den Obstgärten der Este nach Bondeno zurück und fährt nach Mirabello, Sant’Agostino und schließlich nach Cento.
Kultur und Natur Die 9 Kilometer lange, Ferrara umgebende Stadtmauer kann Ausgangspunkt für einen Gang in die Altstadt sein, die städtebaulich in ein typisches mittelalterliches Ballungszentrum und einer aus der Renaissance stammenden "Addizione" aufgeteilt ist, die ein Ergebnis des ersten rationalen Stadtentwicklungsplans in Europa ist. Um diese beiden Teile besser kennen zu lernen, lohnt es sich von der Kathedrale zu dem nahe gelegenen Museum in der ehemaligen Kirche San Romano zu gehen, wo die ältesten historischen Zeugnisse aufbewahrt werden. Das imponierende Castello Estense sowie die einige hundert Meter davon entfernten Denkmäler erinnern alle an die Herrlichkeit der Renaissance: Casa Romei, Palazzina Marfisa, Palazzo Schifanoia, deren profane Fresken den Lebenssinn am Hof der Este wiedergeben. Der Palazzo dei Diamanti ist aus 12.000 diamantförmig zugeschnittenen Marmorblöcken konstruiert und eines der bekanntesten Gebäude der italienischen Renaissance. In ihm finden heute die wichtigsten Ausstellungen von Ferrara Kunst statt. Im ersten Stock beherbergt er die Nationalpinakothek. Daneben liegt der antike Palazzo Massari, Sitz des Museums Boldini, De Pisisund des 19. Jahrhunderts.
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Wenn man Ferrara in Richtung Westen verlässt, fährt man zuerst nach Diamantina, ein anmutiger Landsitz der Este, um dann zur Rocca Possente von Stellata, einem antiken Schutzwall zu kommen, der heute unter einem der zahlreichen Dämme liegt, die der Mensch errichtet hat, um sich gegen die verheerenden Überschwemmungen des Flusses Po zu verteidigen. In dieser Landfläche liegen verstreut Dörfer wie Bondeno, in dem man das Museum der Inneren Wasser besuchen kann,Vigarano Mainarda, Mirabello, Sant’Agostino, das mit seinem Bosco della Panfilia einen großen Grünbereich von ca. sechs Kilometern Länge besitzt, den man zu Fuß oder mit dem Fahrrad erforschen kann. Und dann schließlich Cento, unternehmenslustiges Wirtschafts-, Kunst- und Kulturzentrum. Es besitzt Denkmäler wie die Pinakothek, Kirchen und Paläste, die Werke des großen Mitbürgers Giovanni Francesco Barbieri, genannt Guercino, beherbergen und ist der würdige Abschluss einer Tour, die unter dem Zeichen der Este begonnen hat und unter dem Zeichen der Borgia endet.
Feste Zwischen Juli und September in den Ortschaften rund um Cento Tortellino-, Enten-, Salami- und Cotechino- Feste. Das Fest der Salama da sugo findet im Sommer in kleinen Dörfern wie Casumaro, Poggio Renatico statt. Anfang August in Casumaro Schneckenfest und Ende August in Santa Bianca di Bondeno das Froschfest. Berühmt ist das Trüffelfest im September in Sant’Agostino im Bosco della Panfilia. Im Oktober Panaria, Fest des Brots in Bondeno, wo man fünf Tage lang Brot mit dem passenden Brotbelag kosten kann (Wildschwein, Schnecken, Stör, Ente und Schokolade).
Märkte Ferrara am Montag und am Freitag Bondeno am Dienstag Cento am Donnerstag |
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