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Kurze Hinweise für einen Besuch der Provinz
Ein Land der Geschichten, Genüsse und Traditionen. Am Meer Cesenatico, Jahrhunderte der Fischerei und der Seefahrt, mit dem von Leonardo da Vinci entworfenen Kanalhafen, dem Schifffahrtsmuseum, dem Geburtshaus des Dichters Marino Moretti und des hübschen Piazzetta delle Conserve mit den Gruben, in denen bis in die 30er Jahre der Fisch eingelagert wurde.
In der Ebene die Städte Cesena, Forlì, Forlimpopoli, San Mauro Pascoli. In der Renaissance wurde Cesena von den Malatesta regiert, die unauslöschliche Spuren hinterließen, wie die mächtige Festung und die öffentliche Bibliothek, ein kostbares Zeugnis humanistischer Kultur. Heute ist die "Biblioteca Malatestiana" eine der schönsten und best erhaltetsten Bibliotheken in Europa.
Forlì ist die andere Provinzhauptstadt. Sie begrüßt den Besucher mit der Abtei San Mercuriale, von der die ersten Nachrichten aus dem 4. Jh. stammen, und ihrem im Jahre 1180 fertig gestellten, 76 Meter hohen Turm. Die Stadt war Sitz der Ordelaffi, die hier die imposante Rocca di Ravaldino errichteten.
Besonderes Ansehen genießt Forlimpopoli bei den Feinschmeckern als Geburtsort von Pellegrino Artusi, dem Autor von "Die Wissenschaft in der Küche und die Kunst des guten Essens". Das erklärt vielleicht auch die Neigung der Bewohner der Romagna zum Genuss. In San Mauro Pascoli ist das Geburtshaus von Giovanni Pascoli zu besichtigen, des melancholischen Poeten der kleinen Dinge. |
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Zum Hügelland hin, auf den Straßen, die die sechs Täler der Provinz durchziehen, gibt es Weinberge, Ölberge und weite Ausblicke zu bewundern. Entlang der Täler des Flusses Montone und Tramazzo gelangt man nach Castrocaro Terme, ein eleganter Thermalkurort; unweit davon Terra del Sole, die von Cosimo de' Medici gegründete Festungsstadt, und Dovadola mit der florentinischen Altstadt, die im Herbst nach dem köstlichen weißen Trüffel duftet.
Im Bidente- und Rabbi-Tal liegen Bertinoro, "der Balkon der Romagna", berühmt für seine Weine und die Ringsäule, Symbol der natürlichen Gastfreundschaft der Romagnoler; in strategischer Lage zwischen den beiden Flüssen Meldola im Schutz seiner Burg; Cusercoli mit seinem imponierenden Kastell; Civitella an der Straße nach Santa Sofia, Eingangstor zum uralten Wald von Campigna und Predappio mit seiner bäuerlichen Tradition, deren Glanzpunkt die Produktion edler Weine ist.
Im Rubikon-Tal liegt Longiano, Schutzwall der Malatesta und Sogliano mit seinem berühmten formaggio di fossa (Grubenkäse).
Sarsina im Savio-Tal ist die Geburtsstadt des römischen Komödienschreibers Plautus, die warmen Quellen von Bagno di Romagna waren schon bei den Römern beliebt und in San Piero in Bagno ist die gute Küche ein bewährtes Kulturgut. |
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