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Im Ferraresischen war das Zweirad immer ein Arbeits- und Transportgerät, ein Mittel der Geselligkeit und des Zeitvertreibs. Das flache, von Wasserläufen durchzogene Land lädt zum Reisen ein.
Man braucht kein Champion zu sein, um sich in der Provinz Ferrara mit dem Rad fortzubewegen. Das Land weist weder Hügel noch Berge auf und ist durch eine weite, fruchtbare Ebene gekennzeichnet, die vor Zeiten zum großen Teil von Wasser bedeckt war und mit eindrucksvollen wasserbaulichen Unternehmungen vom Menschen erobert wurde. Man radelt gemächlich inmitten von bebauten Feldern, Bauernhäusern, Villen, Burgen, Festungen und einem Netz von Flüssen und Kanälen, über die der große Po wacht.
Was es zu sehen gibt
Das mächtige und glanzvolle Ferrara der Renaissance Mit seiner faszinierenden städtebaulichen Anlage ist Ferrara eine prächtige Kunststadt des Mittelalters und der Renaissance. An der Piazza della Cattedrale, dem Herzen des politischen und religiösen Lebens des estensischen Ferrara, liegen der Erzbischöfliche Palast und der Palazzo Comunale, der 1243 als Wohnsitz der Herzöge erbaut wurde; an dem anliegenden Platz das ab 1385 errichtete Castello Estense. Fast gegenüber dem Palazzo Comunale steht die Kathedrale mit ihrer prächtigen romanisch-gotischen Fassade. Wunderschön ist das Hauptportal mit dem Flachrelief des Hl. Georg zu Pferd, der den Drachen durchbohrt. Zu den berühmtesten Gebäuden der italienischen Renaissance gehört der Palazzo dei Diamanti aus dem 15. Jh., so genannt wegen seiner von Biagio Rossetti entworfenen Wandverkleidung mit Steinen in der Form von Diamantspitzen. Heute dient der Palazzo als Sitz der Nationalpinakothek und der Galerie für Moderne Kunst. Bemerkenswert sind auch der Palazzo di Ludovico il Moro, ebenfalls von Biagio Rosetti, und der Palazzo Schifanoia mit großartigen Fresken von Cossa und Ercole de’ Roberti.
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Was schön und schmackhaft ist
Gegenstände aus Schmiedeeisen, Kupfer und Hartzinn sind die verbreitetsten handwerklichen Erzeugnisse; sehr interessant sind auch die Graffitikeramiken, die Schnitzarbeiten und die Holzskulpturen.
Die ferraresische Küche ist eine glückliche Verbindung der Essgewohnheiten von Adel und Volk, angefangen von der seit der Renaissance bekannten "Salama da sugo", die schon Lucrezia Borgia den Mund wässrig machte, über den "Pasticcio di maccheroni", die "Cappellacci di zucca" bis zum "Panpepato".
Bei den Gerichten aus Fluss und Meer genießt der Aal von Comacchio größtes Ansehen bei den Feinschmeckern, dazu ist der rote "Sandwein", der Bosco Eliceo, zu empfehlen.
Berühmt ist auch das Brot von Ferrara: der Cornetto, die Ciupèta, die Ricciolina, und auch die Wassermelonen, denn hier wachsen die besten der Welt.
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