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Der Weg geht am rechten Po-Ufer entlang, das am Anfang die Grenzlinie zwischen dem ferraresischen und dem lombardischen Gebiet bildet und dann, zur Adria hin, die Provinz Ferrara von Venetien scheidet. Der große Strom ist mit seinen Geschichten, seinen Erzählungen, den Gewohnheiten und den weiten Ebenen ein treuer Wegbegleiter.
Start im Schatten der Rocca Possente Ausgangspunkt ist Stellata an der nordwestlichen Grenze der Provinz, wo das ferraresische Land dem Po begegnet, der aus dem Gebiet von Mantua kommt. Stellata hat seinen Namen vom ternförmigen Grundriss der Rocca Possente, die 1362 von Niccolò II. d’Este erbaut wurde, um den Schiffsverkehr sicherer zu machen. Von Stellata wendet man sich nach Bondeno, wobei man vorübergehend den Hauptdamm des Stromes verlässt und dem Po di Panaro folgt. Hier beginnt ein weiterer Wasserlauf, der Napoleonische Graben, der von Napoleon angelegt wurde, um den Po mit dem Reno zu verbinden: einer der vielen Schritte zur systematischen Anlage des Gewässernetzes in diesem Gebiet.
Am "Tor zum Delta" In Pontelagoscuro erreicht man nach rund 27 km Fahrt wieder den rechten Podamm. Hier erkennt man mitten im Fluss die Isola Bianca, die heute ein Naturschutzgebiet ist. Dies ist auch der Punkt, wo man dem nur 6 km entfernten Ferrara am nächsten ist. Dann entfernt sich der Flusslauf von der Hauptstadt und streift Fossadalbero, Zocca, Guarda, Berra - das über eine Fähre mit dem venezianischen Ufer verbunden ist - und Serravalle. In Serravalle gabelt sich der Po, daher wird das Städtchen das Tor zum Delta genannt: Ein Arm geht nach Norden in Richtung Venedig, einer, der den Namen Po di Goro annimmt, nach Süden. In diesem Gebiet gibt es eine Anlegestelle für die kleinen Sportboote, von denen aus die Welsjagd betrieben wird. Man folgt dem Po di Goro, und nach etwa 15 km stößt man auf die Fossilen Dünen von Massenzatica. Es handelt sich um einen antiken Dünengürtel, der auf das zweite Jahrtausend v.Chr. zurückgeht. Das Gebiet steht unter Naturschutz und kann nicht betreten werden, aber an manchen Stellen hat man einen wunderschönen Blick darauf. |
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Das Kastell von Mesola, ein "Este-Juwel"
Wir sind nun in Sichtweite des Meeres. Es empfängt uns Mesola mit dem Kastell am Fluss, einem der sogenannten Delizie Estensi ("Este- Juwele"). Es wurde Ende des 16. Jh. erbaut und diente den Herzögen bei den Treibjagden im Wald von Mesola als Jagdsitz. Heute ist das Kastell Sitz des Zentrums für Umwelterziehung (Tel. 0533 993 595), das den Ursprung und die Entwicklung der Poebene sowie die Flora und Fauna dieses in seiner Art einmaligen Gebiets dokumentiert. Hinter Mesola biegt der Fluss nach Süden. Es lohnt sich, für eine Besichtigung des Torre dell’Abate anzuhalten, eines der zahlreichen Bauwerke (17. Jh.), die zur Regulierung der Wasserläufe errichtet wurden. Ebenso verdient der Wald von Mesola Beachtung, ein Reservat von mehr als tausend Hektar, wo der Dünenhirsch lebt, ein Restbestand der Hirsche, die einst die Poebene bevölkerten. Der Eintritt in das Reservat ist kostenlos, die Besichtigung ist nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erlaubt. Es gibt auch Führungen (Info Tel. 0533 993 483).
Goro, eine "mobile Stadt" Wir sind fast am Ende unserer Fahrt angekommen; hier vermischen sich die Fluten des Po mit denen der Adria. Wir sind in Goro, dessen Geschichte eng mit dem Wasser verbunden ist, an dem es erbaut ist. Die Stadt existierte bereits im Mittelalter, aber die unaufhörlichen Verschiebungen des Podeltas ließen im 18. Jh. die Gründung eines neuen Goro in günstigerer Lage ratsam erscheinen. Endstation Gorino, von wo die Motorboote für Ausflüge in das Podelta starten. |
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