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Wir sprechen vom Nove Colli (Neun Hügel), einem Mythos der Radsportbewegung: ein Langstreckenrennen, das seit Jahren für Tausende von italienischen und europäischen Radlern ein fixer Termin geworden ist. Ein spektakulärer Anblick ist der Start des Nove Colli, das alljährlich im Mai stattfindet. Aber unabhängig von der eigentlichen Veranstaltung ist die Strecke da und kann probiert werden, eventuell auch in Teilabschnitten, wenn man sich die 205 km und die neun Schwierigkeiten nicht in einem Zug zutraut.
Polenta, der erste harte Anstieg Nach dem Start in Cesenatico radelt man problemlos bis Cesena und dann nach Forlimpopoli, wo nach 30 km der erste Anstieg des Tages, der nach Bertinoro, beginnt. Das schwerste Stück kommt aber erst nach Bertinoro auf dem Anstieg nach Polenta, mit Steigungen bis zu 15%. Nach der Abfahrt nach Fratta Terme kommt ein schöner Abschnitt zum Ausruhen, über Meldola und Pian di Spino; es ist der letzte in dieser Länge. Nach rund 60 km geht es wieder bergan, Ziel ist Pieve di Rivoschio. Am Anfang ist die Steigung recht sanft und gut zu fahren, dann wird sie ruppiger. Es gibt auch ein wohltuendes Stück Abfahrt, das auf einen besonders schmerzhaften letzten Kilometer vorbereitet. In Pieve di Rivoschio sind 64 km zurückgelegt.
Der Barbotto flößt Respekt ein Man fährt wieder hinab nach San Romano und die Abfahrt ist ziemlich tückisch. In Richtung Mercato Saraceno finden wir den dritten Hügel, den von Ciola. Der Anstieg ist nicht ganz sanft, aber die Steigung ist gleichmäßig, und wenn man den richtigen Rhythmus findet, muss man nicht übermäßig leiden. In Mercato Saraceno gibt es genug Möglichkeiten für eine Rast. Es steht der Barbotto bevor, mit dem nicht zu scherzen ist, denn es ist zwar ein Anstieg von nur 6 km, aber im letzten Abschnitt mit Steigungen bis 18 %. Unter den Hügeln des Nove Colli hat der Barbotto die längste radsportliche Tradition: An seinen Kehren die eigenen Kräfte zu messen ist für die hiesigen Radfahrer fast eine Pflicht. Der sechste Hügel ist Montetiffi, das nach einem Teilstück kommt, auf dem die Straße auch mal ein Verschnaufen ermöglicht und eine erfreuliche Begegnung: Sogliano, die Heimat des berühmten Grubenkäses. |
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In Pugliano streift man die 800 m Der letzte Abschnitt von Montetiffi ist ziemlich ungenießbar, aber nicht lang; kurz ist auch die Abfahrt, nur ein paar Kilometer, denn gleich darauf nähert man sich auf häufigen kurzen Steilstücken, den 655 m von Perticara. Nach Überfahren des Hügels kommt eine zügige Abfahrt nach Ponte Baffoni, wo man bei km 135 anlangt. Der siebte Hügel, Pugliano, ist mit seinen 787 m der höchste der Rundfahrt. Man nimmt zunächst die harte Steigung des Maiolo (bis 17 %) in Angriff, dann wird es weniger steil bis zum Ort.
Gorolo, letzte Zumutung für die Muskeln Nun fehlen nur noch zwei Hügel, und der achte, der Passo Siepi, gehört nicht zu den anstrengendsten, teils wegen der nicht extremen Steigungen, teils wegen der vorangehenden schönen Abfahrt von Pugliano nach San Leo. Aber jetzt, mit 160 km und acht Anstiegen in den Beinen, kann auch eine Bahnüberführung zu viel sein. Der letzte Hügel, der von Gorolo, sieht schrecklich aus und verlangt mit seinem ersten Teilstück mit 13 % und den letzten Steigungen von 17 % noch einmal den Einsatz aller Kräfte. Egal, welche kleinste Übersetzung man aufgelegt hat, die Mühe scheint unerträglich, aber es ist die letzte, denn ab Gorolo geht es zur Ebene und zum Meer hinab. Vorbei an Borghi und Savignano, über den Rubikon, dann ist die Straße eben bis Cesenatico. Was man auch sagen will, diese 200 km lange, gut geplante Strecke ist für Radamateure eine der größten Herausforderungen. Was die Übersetzungen betrifft, so empfiehlt es sich, eine 39x28 aufzulegen, mancher nimmt sogar die 30x28. |
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