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Diese Tour vom Meer ins Hügelland ist nicht leicht, aber sehr anregend. Sie führt von der Badeort-Atmosphäre von Cesenatico zu den ersten Ausläufern des Apennins, in die Toskanische Romagna, so genannt wegen ihrer engen Bindungen an Florenz. Die Strecke weist ein gutes sportliches Niveau und viele historische Bezüge auf; sie ist nicht kurz und an manchen Stellen selektiv.
Römische und byzantinische Schätze in Galeata Die ersten 30 km bis Forlimpopoli sind eben. Man hat Zeit, die Muskeln richtig aufzuwärmen und sich auf die kommenden Anstiege vorzubereiten. In Forlimpopoli biegt man bei der Festung nach links in Richtung Meldola ab, das im Schutz der von Malatesta Novello im 15. Jh. errichteten Mauern liegt. Ab Meldola geht es immer häufiger aufwärts; man kommt nach Civitella und dann, nach rund 60 km, nach Galeata, das in einem weiten, von den Ausläufern des Apennins umgebenen Tal liegt. Sehr interessant sind die Abtei S. Ellero mit ihrer romanischen Fassade und das Museo Mambrini, in dem römische, byzantinische und mittelalterliche Funde gezeigt werden.
Harter Anstieg zum Monte delle Forche Ab Galeata geht es dann wirklich bergauf zum Monte delle Forche. Der erste Teil ist ziemlich schwierig, es empfiehlt sich mindestens die 39x25, dann wird es weniger mühsam, und vielleicht findet man auch seinen Rhythmus mit ein par Zähnen weniger. Insgesamt gesehen ist der Anstieg aber anstrengend, und es braucht ein gutes Training, wenn man ihn ohne große "Spatzen" packen will. Oben auf dem Monte delle Forche (444 m) sind 66 km zurückgelegt. Die sanfte Abfahrt nach San Zeno dient zum Verdauen der Anstrengung. Hier kann man sofort auf Predappio zuhalten oder nach links abbiegen und eine Streckenvariante fahren, die nach den nahen Orten Premilcuore (11,5 km Auf und Ab, aber mehr Auf als Ab) und Santa Sofia führt. Diese beiden Orte gehören ganz zur Toskanischen Romagna. Sie gehörten bis 1923 zur Provinz Florenz, dann wurden sie Forlì zugeschlagen.
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Die Variante Premilcuore In Premilcuore gibt es das hoch interessante Museum der Fauna des romagnolischen Hochapennins, das im Frühling und Sommer geöffnet ist. Hauptfiguren in den Habitat- Rekonstruktionen sind die Bewohner des Nationalparks Casentinische Wälder, Monte Falterona und Campigna: Apenninenwolf, Rot- und Damhirsch, Greifvögel, aber auch Reptilien und Amphibien wie Schlangen, Frösche, Kröten, und Fische. Natur, Kunst und Geschichte auch in Santa Sofia, einer weiteren Gemeinde im Park, wo die Musikbegeisterung das ganze Dorf erfasst und wo es eine seit 150 Jahren bestehende Musikkapelle gibt.
Das Haus von Mussolini in Predappio Wer die Variante gewählt hat, kann denselben Weg zurückfahren und in San Zeno wieder die Hauptroute einschlagen. Wer dagegen das Zusatzprogramm auslässt, fährt gleich von San Zeno nach Predappio hinab, dem Ort, wo 1883 Benito Mussolini geboren wurde. Die Stadt präsentiert sich mit zwei völlig getrennten Baueinheiten, einem oberen Teil mit mittelalterlichem Gepräge und einem neuen Teil mit den Gebäuden, die der Diktator erbauen ließ. Von Predappio geht es zur nahen Rocca delle Camminate hinauf. Der 4 km lange Anstieg ist ziemlich schwierig, aber es ist auch die letzte Mühe, denn von der Rocca geht es hinab nach Meldola, wo man wieder auf den ersten Streckenabschnitt kommt. Es geht wieder durch die Ebene, über Forlimpopoli, Santa Maria Nuova und Pisignano, bis man nach 136 km voller Überraschungen und nicht einfacher Steigungen Cesenatico erreicht. |
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